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30 | Anzeigen-SonderteilAlles begann mit der Kavallerie aus dem OmanUllrich Kasselmann %u00fcber die Urspr%u00fcnge und die Zukunft von Horses & DreamsVom 22. bis 26. April findet auf dem Hof Kasselmann in Hagen a.TW. zum 20. Mal das internationale Pferdesportfestival Horses & Dreams statt. Gastgeber Ulli Kasselmann sagt in unserem Interview, wie alles im Oman begann, wie er die Beach Boys bei einem Drink an der Bar kennenlernte und warum das internationale Turnier immer noch eine Familiensache ist und bleiben wird.Herr Kasselmann, die Welt zu Gast in Hagen a.T.W. Sie haben aus der beschaulichen Gemeinde eine globale Adresse gemacht. Was bedeutet Ihnen der Weg vom ersten Event 2006 mit dem Sultanat Oman bis heute?Es gibt eine Vorgeschichte. Hagen war wirklich nicht der Nabel der Welt im Reitsport. Aber wir haben ihn dazu gemacht. Das kam so. Ich muss ein bisschen ausholen. Ich hatte seit 1984 engen Kontakt zum Sultanat Oman und war quasi Hoflieferant des dortigen Herrschers. Er hatte mich 2005 zur Royal Equestrian Show zum dortigen Regierungsjubil%u00e4um eingeladen, die Show zu organisieren. Es war ein Riesenevent, eine der gr%u00f6%u00dften Shows %u00fcberhaupt. Als dann der gro%u00dfe Regen kam, drohte die ganze Veranstaltung ins Wasser zu fallen. Die Gastgeber hatten gedacht, dass das Wasser im Boden versickert. Doch darunter war eine M%u00fclldeponie mit Asphalt und Beton. Es handelte sich um eine vier Fu%u00dfballfelder gro%u00dfe W%u00fcstenfl%u00e4che. Man muss sich vorstellen, da waren K%u00f6nige, Regierungschefs, Diplomaten und 10.000 Leute vor Ort und das ganze Stadion stand unter Wasser.Und Sie haben es geschafft, die Veranstaltung des Sultans zu retten?Wir haben die ganze Nacht Schwerstarbeit geleistet und den Belag abgetragen. Wir mussten ja auf Kabel und sonstige Technik achten. Ich hatte meine Kontakte zur Firma Strabag, eines der f%u00fchrenden europ%u00e4ischen Bauunternehmen. Die haben alles mobil gemacht, und wir haben es hingekriegt, eine Reitsportfl%u00e4che zu schaffen, auf der das k%u00f6nigliche Event stattfinden konnte. Ja, wir haben quasi die Veranstaltung gerettet. Und aus Dankbarkeit hat der Sultan seine Kavallerie nach Hagen geschickt?Ja. Das war vor 20 Jahren der Beginn von Horses & Dreams. 2006 war der Oman das erste Gastland. Im Sultanat wurde der Grundstein f%u00fcr unser Turnier gelegt. Der Schirmherr wird mein Freund General al-Shahwarzi. H%u00e4tten Sie gedacht, dass aus dem Internationalen Jugendreiterfestival 1997 ein weltweit bekanntes Turnier wie Horses & Dreams wird?Nein, das war sicherlich ein Traum von mir. Dass es so eingetreten ist, ist auch dem Zusammenhalt in der Familie zu verdanken. Allein kann man das nicht schaffen. Gab es Bedenken oder Widerstand in der Familie?Nein. Der Ursprung des Ganzen war das Jugendreiterfestival mit meinem Sohn Francois. Ich wollte ihn nat%u00fcrlich in der Reiterei haben. Er war im Ponysport auch erfolgreich. Das war schon mal ein guter Anfang. M%u00e4dchen bleiben zu 90 bis 95 Prozent dabei. Aber bei Jungen wei%u00df man es nie, ob sie sich eine andere Sportart aussuchen. Als wir 2000 dann die Pony-Europameisterschaft ausgerichtet haben, hat sich daraus die Dynamik entwickelt, die auch zu Horses & Dreams f%u00fchrte. Sie schw%u00e4rmen bis heute vom Auftritt der Beach Boys. War das mit dem Gastland Amerika 2008 aus Ihrer Sicht einer der H%u00f6hepunkte von Horses & Dreams? Ja, ich glaube schon, dass das der H%u00f6hepunkt war. Denn einAuf seinem Hof empfing Ullrich KasselmannRedakteur Michael Jonas zum Interview. Foto: Horses and Dreams Entertainment GmbH

